Ein Hochbeet selber bauen – in einzelnen Schritten einfach erklärt

Ihr Garten ist klein, aber Sie möchten gerne eigenes Gemüse anbauen? Bereits zwei Quadratmeter reichen aus. Hochbeete sind dazu ideal. In größeren Gärten können Sie selbstverständlich die Anzahl beliebig erweitern.

Weshalb Hochbeete?

  1. Rückenschonendes Arbeiten
  2. Frühzeitige Aussaat und Pflanzung, frühere und längere Ernte
  3. Trotz geringen Platzbedarfs höhere Erträge

Ein Hochbeet selber bauen – das benötigen Sie dazu

lärchenholz massiv

Das Holz (in unserem Fall Lärche) sollte mindestens 3cm stark sein. Viele Bausätze im Handel bestehen aus dünneren Latten.

Richten Sie Ihr Beet in NordSüd-Ausrichtung aus, so erhalten alle Pflanzen genügend Licht.

Aus welchem Material soll ihr Hochbeet sein? Sowohl Holz, Stein, Metall oder Kunststoff sind brauchbare Materialien. Grundsätzlich sind sie alle geeignet, es ist also eine Geschmacksfrage. Hier besprechen wir ein Hochbeet aus Holz. Am besten eignen sich Douglasie, Lärche oder Eiche, die witterungsbeständiger sind als Fichte oder Kiefer. Für die Ecken benötigen Sie Vierkant-Holzpfosten mit den Maßen 7×7 cm und die Bretter sollten mindestens 3-4 cm stark sein.

Die optimale Größe

2 Meter lang und nicht breiter als mal 1,20 – 1,30 Meter ist eine perfekte Abmessung, für Balkone darf es aber auch kleiner sein. Größer geht es, je nach Platzangebot, natürlich immer. Bedenken Sie bei langen Hochbeeten, dass dann von außen in Meterabständen weitere Pfosten angebracht werden müssen. Die eingefüllte Erde würde sonst die Wände nach außen drücken.
Die Höhe passen Sie am besten ihren Bedürfnissen an. Zwischen mindestens 44 cm und maximal 95 cm sollte die Höhe liegen.

Eine Faustregel: Wenn die obere Kante des Beetes auf Höhe Ihres Beckens ist, haben Sie die optimale Größe gefunden. Es sei denn die Mindesthöhe reicht Ihnen. Eine Tiefe von gut einem Meter ist optimal. So können Sie von allen Seiten bis zur Mitte des Beetes gelangen.

Wenn Sie nun einen Platz gefunden haben, die Größe festgelegt ist, dann kann die Arbeit beginnen.

Das Arbeitsmaterial für ein Beet 2 x 1,20 Meter

  • 4 Vierkanthölzer 7×7 cm (Höhe nach Bedarf)
  • Holzbretter (auch hier Höhe nach Bedarf)
  • 1 Rolle engmaschigen verzinkten Draht
  • Teichfolie 0,5 mm stark
  • Edelstahlschrauben
  • Kies oder Sand, evtl. Steinplatten

Das Werkzeug

  • Eine Rolle Richtschnur und 4 kleine ca. 20 cm lange Hölzchen oder Metall-Bodenanker
  • Wasserwaage
  • Spaten
  • Hammer
  • Meterstab
  • Säge
  • Blechschere
  • Teppichmesser
  • Tacker
  • Akkuschrauber

Das Hochbeet bauen: Die einzelnen Schritte

hochbeet-bauen

Die einzelnen Bretter werden mit Hilfe eines Akkuschraubers verschraubt. Tipp: Bohren Sie die Löcher vor und achten Sie auf Rostfreie Schrauben!

  1. Stecken Sie mit Hilfe der Richtschnur und den vier Hölzchen die genauen Maße gerade ab.
  2. Tragen Sie innerhalb der Absteckung den Boden, auf dem das Beet aufgestellt werden soll, ca. 20 cm tief ab. Legen Sie die ausgehobene Erde beiseite, sie wird nachher wieder in das Hochbeet verbracht. Füllen Sie nun die entstandene Mulde aus Drainagegründen wieder mit Kies oder Sand auf. Da das Holz keinen direkten Kontakt mit dem Erdreich haben sollte, legen Sie Kiesel oder Steinplatten als ca. 5 cm breiten Randstreifen.
  3. Verschrauben Sie nun die Bretter an den Vierkantpfosten. Prüfen Sie immer mit der Wasserwaage die gerade Ausrichtung. Wenn das Beet einmal befüllt ist, lässt es sich nicht mehr bewegen!
  4. Breiten Sie jetzt den feinmaschigen Draht auf den Boden aus, so haben Wühlmäuse und Maulwürfe keine Chance sich dort einzunisten. Tipp: Eine exakte rechtwinkelige Linie erhalten Sie, indem Sie den Draht über ein Kantholz biegen. Ziehen Sie den Draht auch an den Seiteninnenwänden ungefähr 15 cm hoch.
  5. Die Teichfolie wird nun an den Seiteninnenwänden als Feuchtigkeitsschutz angebracht. Schlagen Sie die Folie am oberen Rand ungefähr 5 cm um und tackern sie in regelmäßigen Abständen an die Bretter. Am Boden die Folie etwas überstehen lassen. Es ist alles richtig gemacht, wenn man den an den Seiten hochgelegten Maschendraht nicht mehr sieht.

Wer möchte, kann zum besseren Schutz des Holzes die Bretter außen mit einem Holzschutzmittel behandeln. Wir empfehlen Lärchenholz für das Hochbeet, da dieses nicht behandelt werden muss!

Bei mehreren Hochbeeten legen Sie Gehwegplatten oder Holzstege zwischen die Beete, damit Sie bei regnerischem Wetter nicht im aufgeweichten Gartenboden stehen.

Falls Sie Rollstuhlfahrer sind achten Sie auf ausreichenden Abstand der Hochbeete, damit Sie problemlos arbeiten können.

Die Befüllung des Hochbeets

In jedem Garten fallen Heckenschnitt und Grünabfälle an. Die haben Sie aufbewahrt? Großartig! Dann bringen Sie zuerst grobe Äste und Heckenschnitt ein, darauf der zur Seite gelegte Erdaushub. Dann schichten Sie Grünabfälle, wie Laub, Grasschnitt, verwelkte Blumen usw. Dann wieder eine Schicht Gartenerde, halbverotteten Kompost und Pflanzerde, die Sie im Gartencenter kaufen können. Die abschließende letzte Schicht ist immer Blumenerde. Füllen Sie das Beet nicht bis zum oberen Rand, lassen Sie ein paar Zentimeter Platz. Alle vier bis sechs Jahre müssen Sie Erde nachfüllen, da durch den natürlichen Verrottungsvorgang die Befüllung absackt.

Tipp: Zur Abwehr von Schnecken kleben Sie ein ca. 2 cm breites Kupferband (erhältlich im Fachhandel) ungefähr eine Handbreit vom oberen Rand entfernt lückenlos rund um das Beet. Diese Methode hält die gefräßigen Tierchen giftfrei von Ihren Pflanzen fern.

 

Die Bepflanzung

Die höchsten Pflanzen gehören in die Beetmitte, dann folgen die mittelhohen und die niedrigen wachsen am Rand. Bei Beeten, die nur von einer Längsseite zugänglich sind, gehören die hohen Pflanzen nach hinten und die niedrigsten z.B. Salat oder Radieschen nach vorne.
Neben dem Gärtnern ohne Bücken, dürfen Sie einen dreimal höheren Ertrag erwarten als in einem normalen Gartenbeet. Der Grund ist die bessere Erwärmung des Beetes. Zum Beispiel ist die Temperatur im Frühjahr bis zu zehn Grad höher als am Boden. Sie können also früher säen und pflanzen und länger ernten.

Mehr zur Befüllung und Bepflanzung des Hochbeets

Freuen Sie sich auf ertragreiche Ernten bis in den Spätherbst hinein!

Mehr dazu auch auf:

http://www.hochbeetbauen.com/

http://www.garteln.com/hochbeet-bauen/

http://www.hochbeetselberbauen.com/

https://www.selbst.de/selber-bauen/hochbeet.html